Die ersten großen Demonstrationen in der DDR fanden um den 17. Juni 1953
herum statt. Die Bevölkerung demonstrierte gegen die SED-Führung und ihre
politischen Maßnahmen. Man war mit der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und
politischen Situation unzufrieden. Obwohl der Aufstand von Seiten der
Bevölkerung friedlich verlief, wurde er durch die Volkspolizei brutal bekämpft. Die ehemalige Besatzungsmacht Sowjetunion ließ sogar Panzer in Berlin einfahren, um die Demonstrant*innen zu bekämpfen. Die DDR-Regierung war aus Angst sogar einige Tage geflohen.
Es starben ca. 50 Menschen, rund 15.000 wurden festgenommen.
Danach fanden in der DDR für mehrere Jahrzehnte keine Proteste und
Demonstrationen mehr statt.
Erst im Herbst 1989 demonstrierten wieder überall in der DDR Menschen gegen
die SED-Führung und für die Interessen der Bürger*innen. Am bekanntesten sind
die „Montagsdemonstrationen“ mit dem Slogan „Wir sind das Volk!“. Am 11.
September 1989 fand in Leipzig eine denkwürdige Demonstration statt. Die
Sicherheitskräfte gingen hier sehr brutal gegen die oft noch jungen
Demonstrant*innen vor. Diese wurden verprügelt und verhaftet. Daraufhin gab es
landesweit weitere offene Proteste. Eine weitere große Demonstration fand am 4.
November 1989 auf dem Alexanderplatz in Berlin statt. Von da an wurden auch in
kleineren Orten Protestaktionen organisiert.
Die landesweiten Demonstrationen hatten einen großen Anteil am Umbruch in
der DDR und an der Öffnung der Mauer.