Die Freie Deutsche Jugend (FDJ) war der Jugendverband der DDR für Jugendliche ab 14 Jahren. In der Sowjetischen Besatzungszone wurde die FDJ 1946 gegründet, angeregt durch die Kommunistische Partei Deutschland (KPD). In der DDR war es das große Ziel der FDJ, die Jugendlichen sozialistisch zu formen. Um Mitglied zu werden, musste man mindestens 14 Jahre alt sein und einen Antrag stellen. Erkennen konnte man die FDJler an ihrem blauen Hemd und an dem typischen Gruß „Freundschaft!“ Die FDJ war allgegenwärtig im Schulalltag und in der Freizeit der Jugendlichen. Es wurden z. B. viele Freizeitaktivitäten organisiert oder Jugendklubs gegründet. Die FDJ gab auch eine Zeitung heraus, die „Junge Welt“. Obwohl die Mitgliedschaft freiwillig war, mussten diejenigen, die nicht in der FDJ waren, mit vielen Nachteilen rechnen. Sie wurden zum Beispiel nicht zum Abitur oder zum Studium zugelassen.