Friedliche Revolution

Eine friedliche Revolution ist ein Aufstand gegen vorherrschende Verhältnisse ohne Gewalt. In der DDR waren die Menschen am Ende der 1980er-Jahre so unzufrieden mit der SED-Regierung, dass es 1989 zu immer mehr Demonstrationen kam. Doch Demonstrationen galten für die Staatsführung als unerlaubte Kritik, weswegen es viele Verhaftungen gab. Dennoch ließen sich die Menschen nicht aufhalten. Sie demonstrierten weiterhin für Meinungsfreiheit, Reisefreiheit, freie Wahlen – Grundrechte, die es in der DDR für 40 Jahren nur auf dem Papier gab. Die größten Demonstrationen 1989 waren die sogenannten Montagsdemonstrationen mit ihren Slogans „Wir sind das Volk!“ und „Keine Gewalt!“. Diese hatten ihren Ursprung in den Friedensgebeten, die seit 1981 immer montags in der Nikolaikirche in Leipzig stattfanden. Die Entwicklung dieser immer wiederkehrenden Montagsdemonstrationen, die auch in vielen anderen Städten stattfanden, wurde später als Friedliche Revolution bezeichnet. Immer mehr Menschen schlossen sich den Demonstrationen an, was dazu führte, dass die Staatsführung den Rückhalt der Bürger*innen verlor und damit auch ihre Macht. Diese gewaltfreien Massenproteste wurden nicht von der Polizei aufgelöst. Sie hatte einen entscheidenden Anteil am Sturz der SED-Regierung und am Umbruch in der DDR.

Quellen: https://www.lpb-bw.de/chronologie-mauerfall  , https://www.wendewundergeschichte.de/Kirche/Friedliche-Revolution/

Weitere Informationen: https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/vermitteln/bildung/aufbruch-umbruch/friedliche-revolution


» Glossar zur Thematik "Christlich-Sein in der DDR"