Karrieren/Bildungswege

Als Christ*in in der DDR hatte man es sehr schwer, beruflich weit zu kommen. Schule, Ausbildung, Studium und Arbeit – alles war fast komplett vom SED-Staat organisiert und kontrolliert. Und auf dem Lebensweg wurden oft Anpassung und Bekenntnisse zum Staat verlangt. Christ*innen aber bekannten sich lieber zu ihrem Glauben und ihrer Kirche. Wer sich beispielsweise für die Konfirmation statt für die staatlich organisierte Jugendweihe entschied, wurde oft nicht zum Abitur und damit zum Studium zugelassen. Auch viele Berufszweige waren einem verschlossen. Christ*innen konnten zum Beispiel keine Lehrer*innen werden oder in einer leitenden Position sein. Als Christ*in galt man als politisch und ideologisch unzuverlässig. Wer doch Lehrer*in oder Erzieher*in werden wollte, ließ sich von einer christlichen Organisation ausbilden. Das bedeutete allerdings geringes Ansehen und einen geringeren Verdienst.


Quellen: https://www.uni-erfurt.de/katholisch-theologische-fakultaet/fakultaet/aktuelles/theologie-aktuell/gedenken-an-sed-unrecht-wie-wurden-christinnen-und-christen-in-der-ddr-diskriminiert ; https://www.katholisch.de/artikel/10802-christen-waren-keine-gleichberechtigten-buerger

weitere Informationen: Interview Andreas Stegmann:



» Glossar zur Thematik "Christlich-Sein in der DDR"