Glossar zur Thematik "Christlich-Sein in der DDR"
@ | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
F |
---|
FDJDie Freie Deutsche Jugend (FDJ) war der Jugendverband der DDR für Jugendliche ab 14 Jahren. In der Sowjetischen Besatzungszone wurde die FDJ 1946 gegründet, angeregt durch die Kommunistische Partei Deutschland (KPD). In der DDR war es das große Ziel der FDJ, die Jugendlichen sozialistisch zu formen. Um Mitglied zu werden, musste man mindestens 14 Jahre alt sein und einen Antrag stellen. Erkennen konnte man die FDJler an ihrem blauen Hemd und an dem typischen Gruß „Freundschaft!“ Die FDJ war allgegenwärtig im Schulalltag und in der Freizeit der Jugendlichen. Es wurden z. B. viele Freizeitaktivitäten organisiert oder Jugendklubs gegründet. Die FDJ gab auch eine Zeitung heraus, die „Junge Welt“. Obwohl die Mitgliedschaft freiwillig war, mussten diejenigen, die nicht in der FDJ waren, mit vielen Nachteilen rechnen. Sie wurden zum Beispiel nicht zum Abitur oder zum Studium zugelassen. Quelle: https://www.zeitklicks.de/ddr/alltag/jugend-in-der-ddr/freie-deutsche-jugend | ||
FriedensdekadeAls Friedensdekade werden die 10 Tage vor dem Buß- und Bettag bezeichnet. Sie wurden 1980 das erste Mal von den Evangelischen Kirchen in der DDR und der BRD begangen. In diesen Tagen gab es Gottesdienste, Gespräche und andere Veranstaltungen, die sich den Themen Frieden und Gerechtigkeit widmeten. Am Ende fand immer ein Gottesdienst mit einer sogenannten Friedensminute statt. Dabei läuteten landesweit die Kirchenglocken gleichzeitig und riefen somit zum Gebet auf. Quelle: https://www.jugendopposition.de/lexikon/sachbegriffe/148391/friedensdekade | |
Friedliche RevolutionEine friedliche Revolution ist ein Aufstand gegen vorherrschende Verhältnisse ohne Gewalt. In der DDR waren die Menschen am Ende der 1980er-Jahre so unzufrieden mit der SED-Regierung, dass es 1989 zu immer mehr Demonstrationen kam. Doch Demonstrationen galten für die Staatsführung als unerlaubte Kritik, weswegen es viele Verhaftungen gab. Dennoch ließen sich die Menschen nicht aufhalten. Sie demonstrierten weiterhin für Meinungsfreiheit, Reisefreiheit, freie Wahlen – Grundrechte, die es in der DDR für 40 Jahren nur auf dem Papier gab. Die größten Demonstrationen 1989 waren die sogenannten Montagsdemonstrationen mit ihren Slogans „Wir sind das Volk!“ und „Keine Gewalt!“. Diese hatten ihren Ursprung in den Friedensgebeten, die seit 1981 immer montags in der Nikolaikirche in Leipzig stattfanden. Die Entwicklung dieser immer wiederkehrenden Montagsdemonstrationen, die auch in vielen anderen Städten stattfanden, wurde später als Friedliche Revolution bezeichnet. Immer mehr Menschen schlossen sich den Demonstrationen an, was dazu führte, dass die Staatsführung den Rückhalt der Bürger*innen verlor und damit auch ihre Macht. Diese gewaltfreien Massenproteste wurden nicht von der Polizei aufgelöst. Sie hatte einen entscheidenden Anteil am Sturz der SED-Regierung und am Umbruch in der DDR. Quellen: https://www.lpb-bw.de/chronologie-mauerfall , https://www.wendewundergeschichte.de/Kirche/Friedliche-Revolution/ Weitere Informationen: https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/vermitteln/bildung/aufbruch-umbruch/friedliche-revolution | |

Gefördert von:



